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Info 2004 Gedenkzüge zur Erinnerung an die "Todesmärsche von Dachau" | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Ende April 1945, wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden Tausende von Häftlingen aus dem KZ Dachau und seinen Außenlagern in Kaufering und Mühldorf in Richtung Alpen "evakuiert", die meisten in Fußmärschen, viele auch mit Güterzügen. Auf diesem letzten Leidensweg starben sehr viele KZ-Häftlinge an Erschöpfung oder wurden von den Wächtern ermordet. Für sie wurden die "Evakuierungsmärsche" zu einem Todesmarsch. Die Mehrzahl der KZ-Häftlinge wurde auf folgender Hauptstrecke nach Süden getrieben: Dachau, Karlsfeld, Mü-Allach, Mü-Obermenzing, Mü-Pasing, Gräfelfing, Planegg, Krailling, Gauting, Starnberg, Aufkirchen, Dorfen, Wolfratshausen, Eurasburg, Königsdorf, Bad Tölz, Waakirchen. "Denkmale lebendig machen" In all diesen Orten stehen heute Mahnmale zur Erinnerung an den "Todesmarsch von Dachau". Dies wurde möglich, weil im Jahre 2001- nur zwei Jahre nach den Gedenkzügen von 1999 auf fast allen Strecken zwischen Dachau und Waakirchen - auch in Dachau, Karlsfeld, Obermenzing und Starnberg die von Professor Hubertus von Pilgrim geschaffenen Mahnmale aufgestellt wurden. Entlang der Nebenstrecken der Todesmärsche stehen Denkmale in Landsberg, Fürstenfeldbruck, Grünwald und Geretsried. Um die Erinnerung an diesen letzten Opfergang von Tausenden von KZ-Häftlingen wachzuhalten und die bronzenen Mahnmale entlang der historischen Wegstrecken Denkmale lebendig zu machen, organisieren regionale Bürgerinitiativen zusammen mit dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" seit 1998 Gedenkzüge auf den historischen Wegstrecken. - wie in einer Stafette der Solidarität mit den Opfern. Tradition der Gedenkzüge Nach unserer Kenntnis wurden die ersten Gedenkzüge zur Erinnerung an den "Todesmarsch von Dachau" im Jahre 1995 - zum 50. Jahrestag - von engagierten Bürgerinnen und Bürger zwischen Starnberg und berg sowie im Münchener Stadtteil Allach (südlich von Dachau) organisiert. Am 9. November 1997 marschierten Gautinger Schüler vom Mahnmal ihrer Gemeinde bis zum Mahnmal in Planegg (Anlass war für sie die Erinnerung an den 9 November 1938.) Am 1. Mai 1998 übernahm eine Bürgerinitiative der Würmtal-Gemeinden Gräfelfing, Planegg, Krailling und Gauting diesen Gedanken und organisierte einen Gedenkzug auf dem historischen Leidensweg, entlang der bestehenden Mahnmale in diesen Orten. Angeführt wurde dieser Gedenkzug von Überlebenden des Todesmarsches von 1945. Ihnen folgten viele Jugendliche mit ihren Lehrern und Angehörige evangelischer und katholischer Gemeinden mit ihren Pfarrern. Vor den Mahnmalen sprachen Jugendliche Worte des Gedenkens, ehemalige KZ-Häftlinge Worte der Versöhnung. Mit dieser Aktion legte die Bürgerschaft des Würmtals den Grundstein für eine neue Tradition von Gedenkzügen Stafette der Solidarität mit den Opfern Diesem Beispiel folgend organisierten regionale Bürgerinitiativen im Mai 1999 entlang der gesamten Wegstrecke von Dachau bis Waakirchen, und auch in Kaufering/Landsberg und Mühldorf, den Orten mit den Außenlagern von Dachau, insgesamt neun Gedenkzüge auf folgenden Wegstrecken: Dachau-Pasing, Lochham- Gauting, Starnberg-Wolfratshausen, Wolfratshausen-Eurasburg, Grünwald-Geretsried, Geretsried-Königsdorf, Bad-Tölz -Waakirchen, Kaufering-Landsberg und Mühldorf-Ampfing. Den "Stab der Erinnerung" an die Jugend weitergeben Die Bürgerinitiativen dieser regionalen Gedenkzüge arbeiten bei Planung und Durchführung sehr eng mit Schulen der jeweiligen Gemeinden zusammen. Schülermitverwaltungen wirken an der Organisation der Gedenkzüge tatkräftig mit. Vor den Gedenkzügen berichten Überlebende der Todesmärsche in Gymnasien und Realschulen über ihre Erlebnisse. Während des Gedenkzuges sprechen Schülerinnen und Schüler vor den Mahnmalen Worte des Gedenkens. So reicht die ältere Generation den Stab der Erinnerung an Nazi-Verbrechen in unserer unmittelbaren Heimat an die junge Generation weiter. Ein Beispiel macht Schule Seit Begründung der neuen Tradition der Gedenkzüge zur Erinnerung an die Todesmärsche von Dachau im Mai 1998 wurden nach unserer Kenntnis von örtlichen Organisatoren folgende Gedenkzüge und Gedenkveranstaltungen organisiert:
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