|
||||||||||||||||||||||||||||
|
Gedenkzüge am 1. und 2. Mai von Dachau nach Waakirchen,von Kaufering nach Landsberg und von Mühldorf nach Ampfing | ||||||||||||||||||||||||||||
|
"Denkmale lebendig machen" Ende April 1945 wurden Tausende von KZ-Häftlingen aus den Zwangsarbeitslagern in Landsberg/Kaufering und Mühldorf/Ampfing über das Zentrallager Dachau in Richtung Alpen getrieben oder in Güterzügen abtransportiert. Zur Erinnerung an diesen Leidensweg der letzten Opfer des Nazi-Regimes wurden in 18 Gemeinden und Städten Mahnmale errichtet - das erste vor zehn Jahren in Gauting im Würmtal. Um dieses Gedächtnis wachzuhalten und die bronzenen Denkmale lebendig zu machen, organisieren wir zusammen mit dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" am 1. und 2. Mai - wie in einer Stafette der Solidarität mit den Opfern - Gedenkzüge auf neun Wegstrecken: Dachau - Pasing, Lochham - Gauting, Starnberg - Wolfratshausen, Wolfratshausen - Eurasburg, Grünwald - Geretsried, Geretsried-Königsdorf, Bad-Tölz - Waakirchen, Kaufering - Landsberg und Mühldorf - Ampfing. Vor einem Jahr: der erste Gedenkzug der Versöhnung mit Überlebenden Am 1. Mai letzten Jahres organisierte eine Bürgerinitiative der Würmtal-Gemeinden, in denen die ersten Mahnmale errichtet wurden, einen Gedenkzug von Gräfelfing nach Gauting. Angeführt wurde er von Überlebenden des Todesmarsches von 1945. Ihnen folgten viele Jugendliche mit ihren Lehrern und Angehörige evangelischer und katholischer Gemeinden mit ihren Pfarrern. Vor den Mahnmalen sprachen Jugendliche Worte des Gedenkens, ehemalige KZ-Häftlinge Worte der Versöhnung. Den "Stab der Erinnerung" an die Jugend weitergeben Diese Erfahrung inspirierte uns, auch für die Gedenkzüge dieses Jahres vor allem die Jugend einzuladen. Die ältere Generation muß an sie die Erinnerung an die Nazi-Verbrechen und die Verantwortung aller Deutschen, sich mit diesem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte auseinanderzusetzen, weitergeben. Deshalb haben die örtlichen Bürgerinitiativen, die die neun Gedenkzüge organisieren, vor allem in den Schulen um Teilnahme geworben. Viele Schülermitverwaltungen wirken an der Organisation der Gedenkzüge engagiert und tatkräftig mit. Schirmherren und Patenschaften Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, Dr. Hans-Jochen Vogel als Vorsitzender des Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie" und Avi Primor, Botschafter des Staates Israel, übernehmen die Schirmherrschaft für diese Bürgeraktion. Viele Bürgermeister und Landräte haben ihre ideelle und materielle Hilfe zugesagt. |